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Kryptowährungen, was ist das? Die Bedeutung der Technologie und der Anlageklasse für unsere Zukunft

In diesem Artikel erfährst du …

  • die Funktionsweise von Kryptowährungen einfach erklärt, und welches disruptive Potenzial sie in den nächsten Jahren entfalten könnten,
  • auf welcher Entwicklungsstufe sich der Krypto-Markt heute befindet und wie die Zukunft der Kryptowährungen aussieht,
  • die Grundlagen der Anlageklasse der Kryptowährungen für Anfänger erklärt,
  • welche Chancen die digitale Anlageklasse für Investoren mit sich bringt und welche Risiken Kryptowährungen vor allem für Einsteiger bergen.

Kryptowährungen: Für die einen sind sie die Zukunft des globalen Finanzsystems, für die anderen Zockerei und eine Bedrohung für die Finanzstabilität. In gewisser Hinsicht haben beide Seiten recht. Gleichgültig, wo du in dieser Diskussion stehst, als Anleger solltest du Kryptowährungen verstehen, denn ihr Einfluss auf den Finanzmarkt wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Deshalb wollen wir dir das nötige Grundwissen über Kryptowährungen hier im CryptoStudio einfach erklärt vermitteln.

“Jede informierte Person sollte den Bitcoin kennen, denn er könnte eine der wichtigsten Entwicklungen der Menschheitsgeschichte sein.”
Lean Louw, zweimaliger Nobelpreis-Nominee

Vor allem in den letzten beiden Jahren haben Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum ihren Platz in vielen Investment-Portfolios von Mainstream-Anlegern gefunden. Während sie in den Anfangsjahren ein Nischenmarkt für Technologie-Begeisterte waren, werden sie heute im Finanzteil führender Zeitungen aufgeführt und regelmäßig in in der Tagesschau thematisiert.

Kryptowährungen leicht erklärt: Grundlagen und Funktionsweise

Die Art und Weise wie Menschen miteinander Handel betreiben, hat sich im Laufe der Geschichte kontinuierlich weiterentwickelt: Prähistorische Gesellschaften betrieben Tauschhandel, die Babylonier setzten Goldmünzen als Zahlungsmittel ein und moderne Gesellschaften verwenden sogenannte Fiatwährungen, also von Zentralbanken ausgegebene Währungen wie der Euro oder der US-Dollar. Handel basierte also immer auf physischen Gegenständen oder auf Zahlungsmitteln, die entweder durch realwirtschaftliche Vermögenswerte oder durch die Macht von Institutionen gedeckt waren.

Bislang war der Geldverkehr hauptsächlich aus einem einzigen Grund auf Institutionen wie Banken und Zentralbanken angewiesen: Digitale Daten können im Gegensatz zu physischen Dokumenten relativ einfach kopiert, gelöscht oder geändert werden. Deshalb brauchten wir für den digitalen Werttausch vertrauenswürdige Intermediäre, zum Beispiel Banken, und eine staatliche Aufsicht, die diese Intermediäre überwacht. Wer beispielsweise Geld von einem Bankkonto auf ein anderes überträgt, der “sendet” nicht wirklich Geld im Sinne von Banknoten. Stattdessen reduziert die Bank des Senders den digitalen Kontostand des Senders und die Bank des Empfängers erhöht den digitalen Kontostand des Empfängers. Dabei wird kein physischer Wert ausgetauscht und deshalb braucht es vertrauenswürdige Banken und eine staatliche Kontrollinstanz.

Das ändert sich mit Kryptowährungen. Sie sind eine neue Form des Werttausches, die auf Kryptographie und Technologie basiert. Anders als zum Beispiel Gold repräsentieren sie (meist) keinen realen Wert und anders als Fiatwährungen werden sie nicht von einer zentralen Entität wie einer Zentralbank ausgegeben. Stattdessen basieren sie auf der dezentralen Blockchain-Technologie.

Die Anfänge der Blockchain reichen bis in die 1970er Jahre zurück, als zum ersten Mal mit asymmetrischer Kryptographie experimentiert wurde. Der Grundgedanke dabei war, eine dezentrale Datenbank zu erschaffen, die durch kryptographische Verschlüsselung manipulationssichere digitale Einträge ermöglicht. Somit sollte das oben beschriebene Problem der Digitalisierung gelöst werden: Die Blockchain generiert aus digitalen Daten (zum Beispiel Kontostände) fälschungssichere Originale, und vertrauenswürdige Intermediäre wie Banken braucht es zumindest für den Geldverkehr dann nicht mehr.

“Bitcoin ist eine bemerkenswerte kryptographische Errungenschaft und die Fähigkeit, in der digitalen Welt etwas zu erzeugen, das man nicht duplizieren kann, hat einen enormen Wert.”
Eric Schmidt, ehemaliger CEO von Google

Kryptowährungen: Wie funktioniert das?

Wenn du zum Beispiel die Kryptowährung Bitcoin von einem Wallet auf ein anderes überträgst, wird eine Transaktion auf der Bitcoin Blockchain erstellt, welche von einem dezentralen Computersystem automatisiert validiert wird. An die Stelle von Banken, Zentralbanken und staatlichen Aufsichtsbehörden tritt somit ein technologisches Netzwerk, dass ohne menschliches Einwirken und durch kryptographische Verschlüsselung einen sicheren Wertaustausch ermöglicht. Diese neue Form des dezentralen digitalen Werttausches basierend auf Technologie, ist die eigentliche Innovation der Kryptowährungen. Es findet ein Paradigmenwechsel statt: An die Stelle von zentralisierten Unternehmen und Institutionen rücken technologische Protokolle wie Bitcoin, die keinen Geschäftsführer haben, keine Gewinne erwirtschaften und keine Aufsicht benötigen.

Diese dezentralisierten Protokolle können auch direkt miteinander kommunizieren und Werte austauschen, wodurch Zahlungsströme komplett automatisiert werden. Durch die Verschlankung von Wertschöpfungsketten und die zunehmende Automatisierung des Geldverkehrs werden viele Prozesse günstiger, schneller und sicherer. Kryptowährungen sind somit nicht nur die Zukunft des Geldverkehrs zwischen Menschen, sondern ermöglichen auch automatisierte Transaktionen von Maschine zu Maschine.

Warum Kryptowährungen? Wandel zur digitalen Gesellschaft

Der Trend geht eindeutig hin zu einer digitalen Gesellschaft. Digitale Prozesse sind effizienter, schneller und kostengünstiger. Während die letzte Industrialisierungswelle hauptsächlich durch das Internet geprägt war, wird die nächste Industrielle Revolution auf den sogenannten Industrie 4.0 Technologien aufbauen, dazu gehört unter anderem die Blockchain-Technologie. Eine zentrale Herausforderung der digitalen Gesellschaft ist der digitale Wertaustausch. Dazu gehört nicht nur die Digitalisierung des Geldsystems, sondern auch Eigentumsrechte, beispielsweise an Unternehmen oder Immobilien, müssen in Zukunft digital abgebildet werden. Die Blockchain Technologie liefert den bislang vielversprechendsten Ansatz, um diesen digitalen Wertaustausch sicher und global zu organisieren.

Dabei gehen Kryptowährungen in ihrem Disruptionspotenzial auch weit über die heute genutzten Fintech-Lösungen hinaus. Zahlungsanbieter wie Transferwise oder Trading Apps wie Robinhood bieten zwar ebenfalls kostengünstige und im Vergleich zum Legacy-Bankensystem schnellere Lösungen an. All diese Lösungen sind aber nach wie vor zentralisiert, das heißt, es braucht ein Unternehmen, um den Wertaustausch zu organisieren. Dezentrale Blockchain-Anwendungen stellen somit nicht nur eine Weiterentwicklung existierender Systeme dar, sondern einen Paradigmenwechsel hin zur Dezentralisierung. Wer hätte vor 50 Jahren gedacht, dass der Geldverkehr heute überwiegend elektronisch stattfindet? Kryptowährungen könnten in den nächsten Jahren nicht nur das Geld als Tauschmittel weiterentwickeln, sondern auch Zahlungsdienstleister komplett durch automatisierte Protokolle ersetzen.

Kryptowährungen als Investment: eine neue Anlageklasse

Im Gegensatz zu den frühen Tagen des Internets hast du als Privatanlager heute schon eine Chance an diesem technologischen Fortschritt zu partizipieren. Du brauchst dafür keinen Zugang zu exklusiven Private Equity Deals, denn Kryptowährungen sind auf öffentlichen Börsen handelbar. Sie haben sich in den letzten Jahren zu einer eigenen Anlageklasse entwickelt.

Wenn in den Medien von “Kryptowährungen” die Rede ist, dann sind damit oft alle Blockchain-basierten Assets gemeint. Wenn man jedoch von der “Anlageklasse” der Kryptowährungen spricht, muss man unterscheiden: Eine Anlageklasse ist per Definition eine Gruppe gleichartiger Anlagen, deren Wertentwicklung, Performance und Risiko ähnliche Merkmale aufweisen. Deshalb verhalten sich die Assets einer Anlageklasse oft ähnlich, wenn sich finanzwirtschaftliche Rahmenbedingungen verändern. So ist zum Beispiel ein Stablecoin, dessen Wert an Gold gebunden ist, keine neue Anlageklasse.

Wenn wir im CryptoStudio also von der “Anlageklasse der Kryptowährungen” sprechen, dann meinen wir damit dezentrale Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum, deren Renditen nicht oder nur geringfügig mit anderen Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Immobilien korreliert sind und die die oben erklärte neue Form des digitalen Werttausches ermöglichen. Wir meinen damit explizit nicht Security Token oder Stablecoins, die anderen Anlageklassen zugeordnet werden müssen.

Der Status Quo: Kryptowährungen heute

Auch wenn es die ersten Entwürfe für Blockchain Technologien schon in den 70er-Jahren gab, hatte die Blockchain ihren Durchbruch erst mit Bitcoin. Unter dem Pseudonym “Satoshi Nakamoto” (bis heute ist unklar, welche Person oder welche Gruppe an Personen sich dahinter verbirgt) wurde 2008 das Bitcoin Whitepaper veröffentlicht. Damit wurde die erste Kryptowährung geschaffen und viele weitere folgten.

Die Veröffentlichung des Bitcoin-Whitepapers

Für Anfänger und Einsteiger in die Anlageklasse ist zunächst wichtig zu verstehen, dass Kryptowährung nicht gleich Kryptowährung ist: Ethereum, die zweitgrößte Kryptowährung, bringt programmatische Verträge auf die Blockchain (auch Smart Contracts genannt). Sie hat also ein komplett anderes Anwendungsspektrum als der Bitcoin. Außerdem gibt es Stablecoins, deren Wert an ein zugrundeliegendes Asset gebunden ist. Es ist wichtig, dass du das Anleger die verschiedenen Arten von Kryptowährungen und anderen digitalen Assets verstehst und dass du dich im Detail mit der Funktionsweise und dem Geschäftsmodell, der sogenannten “Tokenomics” der jeweiligen Kryptowährung beschäftigst.

“Ich sehe viele Leute in Dinge einsteigen, die sie nicht verstehen.”
Mike Novogratz

Auf Coinmarketcap, eine Preis-Informationsseite für Kryptowährungen, sind derzeit (Stand April 2021) 8.962 digitale Assets gelistet. Bitcoin ist mit einer Marktkapitalisierung von knapp einer Billion US-Dollar mit Abstand die größte. Alle anderen Kryptowährungen abseits von Bitcoin nennt man “Altcoins”. Der größte Altcoin gemäß Marktkapitalisierung ist Ethereum mit knapp 190 Milliarden US-Dollar. Insgesamt hat der Krypto-Markt heute eine Marktkapitalisierung von ca. 1,6 Billionen US-Dollar, das entspricht ca. Kanadas Bruttoinlandsprodukt.

Übersicht Kryptowährungen gemäß Marktkapitalisierung Quelle: Coinmarketcap

Bitcoin ist mit Abstand die führende Kryptowährung und hat eine höhere Marktkapitalisierung als Facebook und kommt nahe an das Edelmetall Silber heran (Stand April 2021).

Bitcoins Martkkatpitalisierung übersteigt Visa, Facebook und Tesla [Stand April 2021]

Die Zukunft der Kryptowährungen

Heute befinden sich Kryptowährungen an einem kritischen Wendepunkt. Während in den letzten Jahren vorwiegend die Frage war “Warum in Kryptowährungen investieren?” stellen Anleger heute die Frage: “Warum nicht in Kryptowährungen investieren?” Auch die Einschätzung vieler Anlageberater hat sich zum Positiven gewandelt. Dass der Markt für Kryptowährungen in den letzten Jahren schnell gewachsen ist, liegt also vor allem daran, dass Kryptowährungen zunehmend salonfähig werden und immer mehr Investoren in die Anlageklasse einsteigen.

Außerdem gibt es heute verschiedene Anwendungen, die Kryptowährungen für Anleger zusätzlich attraktiv machen, zum Beispiel das Crypto Lending, wodurch du mit Kryptowährungen Cashflow generieren kannst. Auch institutionelle Investoren haben Interesse an Krypto-Investitionen: So hat zum Beispiel die Hedgefonds-Legende Paul Tudor Jones einen kleinen Teil seines Fondsvermögens in Bitcoin investiert. Ein weiteres prominentes Beispiel ist der Automobilhersteller Tesla, der 1,5 Milliarden US-Dollar in Bitcoin investierte.

Elon Musk ist der Gründer und CEO des Automobilherstellers Tesla

Bitcoin und andere Kryptowährungen bieten für Anleger Renditechancen und Vorteile im Portfoliomanagement aufgrund ihrer Unkorreliertheit zu anderen Anlageklassen. Als Anleger schauen wir in erster Linie auf die finanzielle Attraktivität der Kryptowährungen, trotzdem liegt das eigentliche Potenzial in der Blockchain Technologie. Im Kern geht es bei Kryptowährungen nicht darum, eine neue Anlageklasse zu schaffen, sondern die Anlageklasse ist ein willkommenes Beiprodukt einer noch viel größeren Entwicklung: Kryptowährungen können zentrale Systeme und Institutionen durch dezentrale Netzwerke ersetzen. Bitcoin ist dafür nur ein Beispiel: Sollte Bitcoin sich eines Tages als globale, dezentrale Werteinheit etablieren, dann würden wir zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte die Trennung von Macht und Geld erleben. Statt auf von Staaten gebildeten und politisch manipulierten Institutionen würde das Geldsystem dann auf einem dezentralen, auf Mathematik basierenden Computersystemen fungieren. Dezentralisierung hat insbesondere auch in Entwicklungsländern ein enormes Disruptionspotential, wo Institutionen und Währungen generell weniger stabil sind als in der entwickelten Welt.

Willy Woo, ein renomierter Bitcoin-Analyst, vergleich im nachfolgenden Graph den momentanen Entwicklungsstand des Bitcoins mit den Anfangsjahren des Internets. Sollten Kryptowährungen ein ähnlich disruptives Potenzial entfalten, könnte sich die Marktkapitalisierung des Krypto-Marktes in den nächsten Jahren noch um ein Vielfaches steigern. Diesem Renditepotenzial stehen natürlich auch Risiken gegenüber. Die Anlageklasse ist noch jung und keiner kann heute die zukünftige Entwicklung genau vorhersagen. Dazu kommen hohe Preisvolatilität, IT-Sicherheitsrisiken, die Gefahr von Preismanipulationen, regulatorische Risiken und ein Mangel an Liquidität. All das solltest du abwägen und deine eigene Investitionsentscheidung treffen.

Bitcoin Analyst Willy Woo vergleicht Bitcoin-Nutzerzahlen heute mit Internet-Nutzerzahlen in 1997 und projeziert das Bitcoin in 4 Jahren so viele Internetnutzer habe, wie das Internet im Jahr 2005

In diesem Artikel hast du gelernt,
  • was eine Kryptowährung ist: eine neue Form des Werttausches ohne zentralisierte Intermediäre.
  • eine Erklärung, wie Kryptowährungen funktionieren und warum der Krypto-Markt sich aktuell im Anfangsstadium befindet.
  • wie der Begriff “Kryptowährung” definiert ist und warum Kryptowährungen eine neue Anlageklasse darstellen.
  • dass Investitionen in aufstrebende Technologien ein hohes Renditepotenzial aber auch ein dementsprechendes Risiko bergen.
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